Pressemitteilung Volt-Fraktion, 04. Februar 2026
- zentrale Übersicht über Verkehrs- und Umweltdaten
- öffentliche Zugänglichkeit über wiesbaden.de
- bessere Grundlage für Forschung, Planung und Mobilitätspolitik
Der Mobilitätsausschuss der Landeshauptstadt Wiesbaden hat am 29. Januar dem Antrag der Kooperation aus Bündnis 90/Die Grünen, SPD, Die Linke und Volt zugestimmt: Wiesbaden soll ein städtisches Mobilitäts-Dashboard erhalten, das die bereits heute erhobenen Verkehrs-, Umwelt- und Mobilitätsdaten erstmals zusammenführt und öffentlich sichtbar macht.
„Wiesbaden erhebt eine Vielzahl wertvoller Daten – von Radverkehrszählungen über DIGI-V-Messungen bis hin zu Geschwindigkeitsanzeigen und Umweltwerten. Was bislang fehlt, ist eine zentrale Übersicht“, erklärt Daniel Weber, mobilitätspolitischer Sprecher und stellvertretender Fraktionsvorsitzender von Volt. Ein Dashboard könne diese Informationen bündeln und damit für die Stadtgesellschaft verständlich und nachvollziehbar machen.
Das Dashboard soll auf bestehenden technischen Grundlagen aufbauen und keine neuen Parallelstrukturen schaffen. Die Daten sollen über eine Open-Data-Lösung zugänglich und auf wiesbaden.de visualisiert werden.
Fakten statt Ideologie: Verkehrspolitik datenbasiert gestalten
Im Beschluss steckt auch ein deutliches Signal für eine modernere politische Kultur in der Mobilitätsdebatte. „Leider wird Verkehrspolitik in Wiesbaden immer wieder ideologisch aufgeladen. Wir möchten diesen Kreislauf durchbrechen und uns konsequent an Fakten orientieren“, sagt Weber. „Ein Mobilitäts-Dashboard liefert eine objektive Grundlage für Entscheidungen – nicht Bauchgefühl oder parteipolitische Erzählungen, sondern belastbare Daten.“
Die Volt-Fraktion setzt damit auf einen Ansatz, der wissenschaftliche Analyse und offene Daten in den Mittelpunkt stellt. Städte wie Aachen, Münster oder Darmstadt zeigen bereits, wie ein Mobilitäts-Dashboard aussehen kann.
Mehr Transparenz und neue Chancen für Forschung und Stadtgesellschaft
Über die politische Ebene hinaus soll das Dashboard die wissenschaftliche Arbeit in der Region stärken. Hochschulen, Forschungsteams und Start-ups erhalten durch offene Daten neue Möglichkeiten, Verkehrsflüsse, Belastungen oder Mobilitätsbedarfe evidenzbasiert zu untersuchen. „Wir wollen eine Stadt, in der Erkenntnisse aus der Wissenschaft direkt in bessere Lösungen für den Alltag der Menschen übersetzt werden können“, so Weber weiter. „Offene Daten sind dafür ein zentraler Baustein.“
Viele Verkehrsmaßnahmen sind für die Bevölkerung derzeit nur schwer nachvollziehbar. Künftig sollen sich Bürgerinnen und Bürger leichter über Verkehrsentwicklungen informieren können und besser verstehen, wie Entscheidungen zustande kommen.
Schritt in Richtung Smart City Wiesbaden
Die Stadt baut derzeit eine neue Dateninfrastruktur auf, die künftig systematische Visualisierungen ermöglicht. Auf dieser Grundlage kann das Mobilitäts-Dashboard perspektivisch verschiedene Themenfelder einbinden – von Rad- und Autoverkehr über ÖPNV und Sharing-Mobilität bis hin zu Umwelt- und Wetterdaten.
„Unser Ziel ist eine offene, nachvollziehbare und moderne Mobilitätspolitik“, fasst Weber zusammen. „Wiesbaden soll zu einer Stadt werden, in der Daten der Allgemeinheit nützen – der Wissenschaft, der Verwaltung und vor allem den Bürgerinnen und Bürgern.“